Corona-Selbst-Lerncoaching – das Corona Lerntagebuch

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern!

Wie geht es Euch jetzt? Manche werden sich freuen, dass sie nicht jeden Tag in die Schule gehen müssen, manchen ist aber vielleicht auch schon fad und sie freuen sich, wenn sie wieder in die Schule gehen können. Vermutlich werdet Ihr von Euren Lehrerinnen und Lehrern mit Arbeitsmaterial und Arbeitsaufträgen versorgt. So bekommt das Schuljahr nicht durch diese Krise plötzlich eine große Lernlücke.

Aber jetzt gibt es noch eine große Chance: Ihr könnt Euer Gehirn und Euer Lernverhalten besser kennenlernen. Dadurch könnt Ihr Eure Lerntechnik verbessern. Und das nicht nur für jetzt, sondern nachhaltig, das heißt für eine längere Zeit.

Wie funktioniert das?

  • Schritt 1: Ihr führt ein Lerntagebuch.
  • Schritt 2: Ihr befolgt meine Tipps für gutes Lernen
  • Schritt 3: Ihr wertet Euer Lerntagebuch aus

Genaueres dazu:

Schritt 1: Ein Lerntagebuch könnt Ihr natürlich führen wie auch ein anderes Tagebuch – also einfach aufschreiben, was sich so ereignet im Laufe des Tages oder der Woche. Von diesem Tagebuch werdet Ihr allerdings nicht viel für die Verbesserung Eurer Lerntechnik profitieren.

Daher habe ich für Euch eine Vorlage entwickelt, wie man ein lerncoachingfreundliches Lerntagebuch führen kann. Ihr braucht nur hier auf diesen Link zu klicken und Euch für jeden Gegenstand eine Seite auszudrucken oder Eure Eltern bitten, das zu tun. Ihr könnt diese Seite für Euch persönlich herunterladen, sooft Ihr wollt oder sooft Ihr sie braucht.

Wenn Ihr wissen wollt, wie das Ausfüllen genau funktionieren soll, klickt Ihr hier auf Beispiel Mathe oder Beispiel Englisch.

Bitte füllt das Tagebuch sorgfältig aus und überlegt Euch bei der Eintragung „Wie war es für mich“ genau, wo Ihr das Kreuzerl platziert und lest die Anleitung genau!

Bitte überlegt auch, wie es Euch gegangen ist und vermerkt das in der Spalte ganz rechts. Wir brauchen diese Einträge dann, wenn die Coronakrise zu Ende ist für die abschließende Auswertung!

Hier noch für Schritt 2 ein paar Tipps für produktives Lernen für Euch und Eure Eltern:

Mindestens eine halbe Stunde zeitlichen Abstand zu Computerspiel, Fernsehen, Handygebrauch, Streamen, etc. Das heißt, wenn Ihr lernen wollt, wartet nach dem Computerspiel eine halbe Stunde, bis Ihr zu lernen beginnt. In dieser halben Stunde müssen sich die Neuronen in Eurem Gehirn von den vielen Reizen eines Spiels, eines Films oder Ähnlichem in gewissem Maße erholen, sonst bringt das Lernen nicht viel. Und nach dem Lernen soll sich das Gelernte im Gehirn „setzen“ können und nicht gleicht wieder mit Bits und Bites überlagert werden, sonst ist das Gelernte wieder weggeschwemmt. Daher auch hier wieder eine halbe Stunde vergehen lassen. Weitere Tipps findet Ihr hier.

Bitte beachten: Vielleicht bedeutet dieser zweimalige zeitliche Abstand, dass Ihr eine genaue Lernplanung vornehmen müsst!

Nun zu Schritt 3: Diese seltsame Zeit ist zwar noch nicht vorbei, aber du kannst ja schon beginnen mit der Auswertung. Hier erhältst Du das erste Formular dafür.

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Liebe Eltern, bitte erklären Sie Ihren Kindern möglichst nichts! Die Lehrpersonen Ihrer Kinder haben alles gut vorbereitet. Wenn Ihre Kinder etwas nicht schaffen, ermuntern Sie sie, sich das noch genauer anzuschauen, oder später auszuprobieren. Leisten Sie keine überflüssige Hilfe – Sie alle haben kluge Kinder. Oft sind Kinder sehr geschickt darin, aufwändigere Dinge zu vermeiden, aber dem sollten Sie keinen Vorschub leisten. Die Kinder sollten die gestellten Aufgaben selbst erledigen und auch nicht sich über WhatsApp von MitschülerInnen Lösungen senden lassen. Momentan haben die Kinder wirklich genug Zeit, sich Dinge öfter durchzulesen oder öfter zu probieren. Und wenn es noch immer nicht funktioniert, dann ist die Rückmeldung, dass es nicht ging, für den Lehrer/die Lehrerin wertvoll.